Doch nun wollen wir der Göttin Minerva ins Antlitz blicken!

Der Blick ins Gesicht eines Menschen stellt einen wesentlichen Faktor der Entscheidung über Sympathie oder Antipathie dar. Ähnlich ergeht es mir bei der Betrachtung eines Rundfunkgerätes. Die Skala, das Gesicht jedes Radios, prägt sich durch ihre Ausstrahlung neben der Gehäuseform- und Oberflächengestaltung innerhalb der ersten Sekunden der Betrachtung ganz wesentlich im Gedächtnis ein.

Zur Entwicklung der Skala wäre zu erwähnen, dass die Hersteller von Rundfunkgeräten sich der Wirkung des Erscheinungsbildes der verwendeten Skala erst im Laufe der Zeit zunehmend bewusst wurden. Anfangs diente sie lediglich der ungefähren Wiederauffindbarkeit der empfangbaren Rundfunksender, sie war klein, hatte ausschließlich Zahlen von 1 bis 100 und war, besonders bei Rückkopplungsempfängern nicht exakt. Außerdem musste nebenbei eine Sendertabelle geführt werden, welche Station der Hörer bei welcher Zahl auf der Skala bereits empfangen hatte.

Der größte Schritt zur Benutzerfreundlichkeit war die Einführung der Stationsnamenskala. Jetzt war es auch dem ungeübten Radiohörer möglich, problemlos eine Station anzuwählen, indem er den Zeiger mit der Markierung neben dem Stationsnamen zur Deckung brachte. Eingeteilt in die empfangbaren Bänder Kurz- Mittel- und Langwelle, war die ganze Geschichte schon recht komfortabel. Ein positiver Nebeneffekt war  die Werbewirksamkeit solcher Skalen, wiesen sie doch deutlich darauf hin, dass  mit diesem Radiogerät Sender aus der ganzen Welt empfangbar waren.

Diese Lösung wurde von der Industrie einige Jahrzehnte lang beibehalten, aber sie war auch mit Mängeln behaftet. Denn mit der raschen Zunahme der Zahl der Rundfunkstationen waren Änderungen der Sendefrequenzen durch internationale Gremien unerlässlich und die herrlichen Stationsnamen waren plötzlich nicht mehr aktuell. Doch die Hersteller boten ihren Kunden an, die Skalen auf den neuesten Stand zu tauschen. Die bislang letzte, heute verwendete, wenn auch unpersönlichste Lösung ist die digitale Frequenzanzeige, die sich überall durchgesetzt hat. Sie ähnelt der Nummernskala aus den Anfängen des Empfängerbaues, denn auch heute weiß der Hörer nicht, welcher Sender hinter den angezeigten Ziffern steckt.

An Hand des Aussehens der Skala ist somit eine grobe Zuordnung eines Empfängers zu einer Produktionsperiode möglich, allerdings nur mit Einschränkungen.

In der Folge will ich Ihnen die Radiogeräte der Firma Minerva einfach vorstellen:

Jedes der abgebildeten Geräte wird durch seine Skala charakterisiert, dazu gibt es eine Beschreibung und ein kleines Bild des Radios, das Sie durch einfaches anklicken vergrößern können! Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Betrachten der folgenden Seiten!

Skalenseite

In Arbeit, bitte um Geduld!